Die Idee der E-Klausur hat es nicht leicht

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Ein paar Klicks – und die Prüfung ist vorbei. E-Klausuren bahnen sich langsam ihren Weg in den Uni-Alltag. Hier gibt es statt schmerzenden Handgelenken nach zig Seiten beschriebenen Papierbögen viele Multiple-Choice Fragen und Antworten. Für Dozenten bedeutet die elektronische Prüfung ohne krakelige Handschriften auch weniger Aufwand beim Korrigieren.

Doch für die Universitäten hat gerade die technische Seite dieser Klausur-Variante ihre in erster Linie finanziellen Tücken. Möchte man die E-Klausur großflächig umsetzen, braucht man mehr Computer, mehr IT-Experten zur Betreuung und mehr Räume zum Klausurenschreiben am Rechner. Auch für Studenten können die technischen Aspekte zum Problem werden. Zur Klausur meldet man sich mit seinem Uni-Nutzernamen und Passwort an – mit vergessen ist da nichts. Die Atmosphäre während der Klausur ist eine völlig andere als in einem Hörsaal. Statt über das Papier fliegender Stifte vernimmt der nervöse Student das Rödeln der Rechner mit ihren Lüftungen, die das Atmen in einem Raum voller PCs und rauchender Köpfe unangenehm machen können. Viele Unis bleiben daher nach wie vor dem Papier treu – die Uni Hamburg hat sogar ein Projekt zur Umsetzung von E-Klausuren wieder fallen lassen (vgl. hier).

Dabei bieten das neue Klausurenmodell viele multimediale Vorteile, die das Papier nie darstellen könnte: Zum Beispiel Animationen für Medizin-Klausuren oder Audio-Beispiele bei Sprach-Tests. Bis es allerdings soweit ist, dass solche Klausuren zum Standard werden und vor allem auf Basis ihres Nutzens wahrgenommen werden, wird es aber wohl noch ein bisschen dauern. Die Universitäten geben sich bislang eher mediennostalgisch.

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