Leichter lernen – der Rücken dankt’s!

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E-Learning

Der Ranzen, die Handtasche oder der Rucksack – über viele Jahre hinweg ist die Schultasche unser schwergewichtiger Begleiter. Mit der Ganztagsschule und somit mehr Stunden, mehr Fächern und noch mehr Büchern, stellt sich die Frage, wie viel Bildung ein junger Rücken aushält. Der TÜV und auch die Krankenkassen versuchen mit einer Regel zu helfen, laut der der Schulranzen nicht mehr als 10% des Körpergewichts wiegen sollte. Die AOK veröffentlichte sogar eine Skala, die dem Körpergewicht das jeweilige Höchstgewicht des Ranzens zuordnet. Für ein 20 Kilo schweres Kind sollte die Schultasche zum Beispiel maximal 2,8 Kilo wiegen.

Aber die Realität sieht oft anders aus. Einem Bericht der Welt zufolge sind Schulranzen von 15 Kilo keine Seltenheit. Auch die Berliner Morgenpost diskutierte das Thema im Interview mit einem Arzt. Das Land Niedersachsen hat deswegen begonnen, Schulkindern die tägliche Last von den Schultern zu nehmen: Statt schwerer Wälzer findet man in den Ranzen jetzt ein Tablet. Die Vorteile sind klar: Zum einen fällt das Gewicht der vielen Schulbücher weg, zum anderen hat man so gleich alle Bücher in digitaler Form dabei und kann keines mehr vergessen – es sei denn, man vergisst das Tablet und somit gleich alle auf einmal. Doch gerade das Wort „digital“ bereitet Verlagen Kopfzerbrechen. Die papierfreie Alternative zum Schulbuch darf nicht mehr kosten als bisher, muss aber mit zusätzlichen Features ausgestattet sein. Das Unterrichtsmaterial muss nämlich Whiteboard-fähig sein und dieser zusätzliche Aufwand lastet auf den Schultern der Verlage. Auch die Schulen haben einen Mehraufwand, denn sie sollen die entsprechende Hardware zur Verfügung stellen – und die Bereitschaft Gelder in diesen Bereich der Bildungspolitik fließen zu lassen, ist von Bundesland zu Bundesland völlig verschieden.

Die Entwicklung hin zu rein digitalem Lernen steckt also noch in den Kinderschuhen. Doch der wachsende Markt zeigt, dass das Bedürfnis nach „Lernen to go“, also überall und jederzeit verfügbarem Lernstoff, steigt. Eine Lernsoftware wie BRAINYOO ermöglicht das bereits. Längst gibt es aber nicht alle Schulbücher in digitaler Form. Auch Niedersachsen muss hier und da noch auf Papier zurückgreifen  – denn die eigene Handschrift kann man nicht am PC lernen. Also gibt es nach wie vor neben dem Whiteboard auch das gute alte „White-Paper“. Und die Entscheidung muss ja nicht „entweder-oder“ lauten: Schon die Halbierung des Gewichts des Schulranzens wäre für Schüler und deren Rücken eine erhebliche Erleichterung.

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