Tablet statt Tafel

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Die Trends der Digitalisierung haben auch die Schulbänke erreicht. An immer mehr deutschen Schulen gibt es Tablet-PCs im Unterricht. Doch bereits bei der Anschaffung beginnen bei vielen Schulen schon die ersten Probleme: Viele verfügen nicht über das nötige Kleingeld, um alle Schüler mit Tablets auszustatten und sind deshalb auf die Kommune oder Sponsoren angewiesen. Bei anderen bezahlen die Eltern die Geräte. Aber wem gehört so ein Tablet dann? Der Reiz, sich während Unterricht oder Pause schnell in Facebook einzuloggen oder ein Spiel zu zocken, ist ziemlich groß – und wenn die eigenen Eltern das Tablet finanziert haben, entscheidet dann der Lehrer allein über dessen Nutzungsart? Doch selbst, wenn die Hürde der Anschaffung genommen ist, tauchen für einige Schulen die nächsten Fragezeichen auf.

Zum einen ist das Internet an Schulen oft um einiges langsamer als erwünscht – von ruckelnden Videos berichtet ein Zeit-Artikel. Somit müsste auch noch eine technische Aufrüstung bezahlt werden. Und leider enden auch hier die Probleme meist noch nicht: Wenn die Grundlage zum online Lernen am Tablet geschaffen ist, brauchen Schüler einen kompetenten Ansprechpartner. Doch an den meisten Schulen gibt es bisher keine Angestellten, die über die speziellen IT-Kenntnisse verfügen. Also übernimmt diesen Job der Lehrer, der damit wertvolle Unterrichtszeit verliert. Sind diese anfänglichen Hürden jedoch einmal genommen, dann lockt die Modernisierung mit vielen Vorteilen.

Vor allem der Abwechslungsreichtum ist ein gewichtiges Argument für Tablet-PCs: die Recherche im anschaulichen Kunstunterricht, ein spontaner Filmtrailer zur Deutschlektüre oder das Nachschlagen einer Vokabel im Netz beim Übersetzen ins Französische. Schulen sollten sich auf jeden Fall mit diesem Thema auseinandersetzen, und technische Neuerungen wie Tablet und Smartphone zu verteufeln und von der Schule fernzuhalten, ist ohnehin zwecklos. Längst im Alltag und im Berufsleben angekommen, ist es gerade in jungen Jahren wichtig, Medienkompetenz zu erwerben.

Eine einheitliche Unterrichtslinie für eine Schule, die digitale Medien integriert, muss allerdings von den Kultusministerien noch gefunden werden. Auch BRAINYOO folgt dem digitalen Fortschritt. Neben Desktop-Software und kostenlose Lernsoftware App gibt es zum einfachen online Lernen seit Kurzem die Webversion des Vokabeltrainers – so kann man den eigenen Lernstoff individuell gestaltet auf dem Pad lernen sowie Hausaufgaben & Co bald dank Community-Features mit Klassenkameraden teilen.

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